Dynam­ic pric­ing, Chance oder Risiko

2. Oktober 2018

Wer im Super­markt 1 Brot, sagen wir für 1 €, in den Warenko­rb legt, kann an der Kasse bere­its eine Über­raschung erleben: Plöt­zlich ist der Preis um 5 Cent gestiegen oder auch um 3 Cent gefall­en. Das Lebens­mit­telgeschäft zeich­net die Preise am Regal elek­tro­n­isch aus und ist somit jed­erzeit in der Lage, Preisän­derun­gen vorzunehmen. An Tankstellen kann man ein Auf und Ab der Preise täglich beobacht­en. Dynam­ic pric­ing heißt das Zauber­wort. Im Online­han­del ist bere­its jet­zt eine stetige Zunahme schneller Preiswech­sel festzustellen.

Algo­rith­men sind in der Lage, die Kaufkraft der Kun­den einzuschätzen und damit sog­ar indi­vid­u­al­isierte Preise einzus­pie­len. Für zahlungskräftige Käufer kann es also teur­er wer­den, für Hartz IV Empfänger dage­gen gün­stiger. Das Prob­lem: Mark­t­trans­parenz geht ver­loren, für Wet­tbe­werb­shüter eher ein Hor­rorszenario. Ander­er­seits kön­nten einkom­menss­chwache Haushalte von bil­ligeren Ange­boten prof­i­tieren. Nach wie vor lohnt es sich also vor dem Einkauf Preisver­gle­iche vorzunehmen.